Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges mussten viele Bildhauerwerkstätten schließen und auch das Heimhandwerk litt stark. Doch diese Zeit hatte auch eine positive Auswirkung zur Folge, und zwar den Bau einer Schmalspurbahn, die Klausen mit Plan über eine Distanz von 31 km und einen Höhenunterschied von ganzen 1072 m verband. Der Bau wurde von der österreichischen Regierung angeordnet, und zwar in erster Linie, um die Artillerie an der Dolomitenfront zu versorgen, die auf der Seite des Bündnisses Deutschland-Österreich gegen Italien kämpfte. Die Bahnstrecke wurde nach einer Rekordzeit von vier Monaten von russischen Gefangenen 1915 fertiggestellt. Um die Bauzeit zusätzlich zu verkürzen, wurden die Brücken und die Überführungen vorläufig in Holz errichtet und erst in einem zweiten Moment in Stein. Viele Jahre lang war die Grödner Bahn ein wertvolles Transportmittel für das Tal und hat zudem die Entwicklung des Tourismus gefördert wie auch den Verkauf von Holzprodukten. Doch mit dem Siegeszug des Autos wurde der laute und langsame Zug bald stillgelegt. Der eine Teil der Eisenbahnstrecke wurde zu einer Straße ausgebaut, während der obere Talabschnitt in einen Fußgängerweg umgewandelt wurde, der St. Ulrich über St. Christina mit Wolkenstein verbindet.
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Die Grödner Bahn
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