Die ersten Siedlungen

Die ersten menschlichen Siedlungen in Gröden gehen auf die Zeit der Urgeschichte zurück. Fundstücke wie Pfeilspitzen, Nadeln und weitere Werkzeuge, die am Fuße des Sellamassivs gefunden wurden, bezeugen die Anwesenheit von Menschen um 6000 v. Chr. Diese Gegenstände gehörten wahrscheinlich Wanderjägern, die sich auf Essenssuche in den Sommermonaten im Tal aufhielten. Weitere wichtige Funde kommen vom Col de Flam oberhalb von St. Ulrich und bestehen aus Eisenäxten, Bronzefibeln, Schmuck, gallischen Langschwertern und verschiedenen Geräten, die auf das Jahr 400 v. Chr. datierbar sind. Das erste sesshafte Volk in Gröden sind die Räter. 15 v. Chr. erobert der römische Feldherr Drusus die alpinen Gebiete und drängt die Räter in die nur schwer zugänglichen Täler zurück. Die genaue Herkunft dieses Volkes ist noch immer unklar: Vielleicht handelt es sich dabei um kleine Gruppen von Ligurern, Illyro-Venetern, Etruskern, Galliern und nordischen Völkern, die von den Römern so benannt wurden.